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Back to Paradise
Meisterwerke des Expressionismus

16.12.2017 bis 08.04.2018

 

 

Back to Paradise Plakat

 

Diese große Ausstellung vereint 155 hochkarätige Werke all jener Maler, die heute unter dem Namen „Expressionisten“ bekannt und aufgrund der herausragenden Bedeutung ihrer Kunst in den großen Museen der Welt vertreten sind.

Die meisten Werke stammen aus der Hochphase der Künstlergruppen Brücke und Blauer Reiter und entstanden vor 1920. Im Vergleich zu den impressionistischen Werken der Sammlung-Dr.-Georg-Schäfer wird die Fragwürdigkeit der Stilbegriffe Expressionismus/Impressionismus deutlich.

Ernst Ludwig Kirchner: Badende (Fehmarn), 1912, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm, Sammlung Osthaus Museum Hagen, Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Ernst Ludwig Kirchner: Badende (Fehmarn), 1912, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm,
Sammlung Osthaus Museum Hagen, Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

Max Pechstein: Liegendes Mädchen, 1910, Öl auf Leinwand, 72 x 81 cm, Aargauer Kunsthaus Aarau / Legat Dr. Othmar und Valerie Häuptli, Courtesy of Aargauer Kunsthaus Aarau & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Max Pechstein: Liegendes Mädchen, 1910, Öl auf Leinwand, 72 x 81 cm,
Aargauer Kunsthaus Aarau / Legat Dr. Othmar und Valerie Häuptli, Courtesy of Aargauer Kunsthaus Aarau & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Foto: Jörg Müller, © 2017 Pechstein Hamburg / Tökendorf

 

Obwohl viele der Gemälde mit ihren nahezu paradiesischen Ansichten das Bild von Träumen und Utopien vermitteln, ist ihr Bezug deutlich irdischer und näher. Die Kunst des Expressionismus spiegelte ein neues Lebensverständnis der Künstler wider. Die Frage nach dem Primat von Farbe und Form gegenüber einer historistischen oder symbolischen Thematik sowie der Streit um eine deutsche Nationalkunst fanden in dem Begriff „Expressionismus“ eine Antwort.

Das Paradies der Künstler wurde als Gegenentwurf zur europäischen Zivilisation, aber auch zum politisch geführten Streit um die Kunst angelegt. Dabei handelte es sich um einen inneren wie realen äußeren Rückzugsort, den Emil Nolde und Max Pechstein z.B. in der Südsee zu finden hofften und zeitweilig auch fanden. Das in der Ferne bei den Südseevölkern ebenso wie in Europa ethisch wiederzuentdeckende „Urwesenhafte“ (Nolde) war nun Herausforderung und Ziel.

Alexej von Jawlensky: Mädchenkopf mit rotem Turban und gelber Agraffe (Barbarenfürstin), um 1912, Öl auf Hartfaser, 55 x 51 cm, Sammlung Osthaus Museum Hagen, Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Alexej von Jawlensky: Mädchenkopf mit rotem Turban und gelber Agraffe (Barbarenfürstin), um 1912, Öl auf Hartfaser, 55 x 51 cm,
Sammlung Osthaus Museum Hagen, Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

Gabriele Münter: Landschaft mit weißer Mauer, 1910, Öl auf Pappe, 50 x 65 cm, Sammlung Osthaus Museum Hagen, Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Gabriele Münter: Landschaft mit weißer Mauer, 1910, Öl auf Pappe, 50 x 65 cm,
Sammlung Osthaus Museum Hagen, Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen

Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Die Zusammenführung dreier Sammlungen in Schweinfurt dient dem Zweck, dem Betrachter sowohl den Expressionismus als Ganzes verständlich, als auch das Individuelle jedes einzelnen Künstlers erlebbar zu machen. Zu sehen sind Arbeiten von Lyonel Feininger, Erich Heckel, Alexej Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Franz Marc, Otto Müller, Gabriele Münter, Emil Nolde, Max Pechstein, Christian Rohlfs und Karl Schmidt-Rottluff.

Die Schweinfurter Ausstellung kam durch eine Kooperation mit dem Osthaus Museum Hagen und dem Kunsthaus Aargau zustande, welche das Institut für Kulturaustausch, Tübingen, initiiert hat.

 

Kurator: Dr. Wolf Eiermann

 

Eintritt: 11 €, ermäßigt 9 €

 

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