Ausstellungen

 

Henri de Toulouse-Lautrec
Auf den Bühnen von Paris (1891 – 1899)

30.06. bis 29.09.2019

Henri de Toulouse-Lautrec: La troupe de Mlle Eglantine

Henri de Toulouse-Lautrec: La troupe de Mlle Eglantine, 1896, Lithographie in Pinsel, Kreide und Spritztechnik, 61,7 x 78,9 cm, Musée d’Ixelles-Bruxelles
© Musée d’Ixelles-Bruxelles/Courtesy Institut für Kulturaustausch, Tübingen 2019

 

Henri de Toulouse-Lautrec:Ambassadeurs – Aristide Bruant (Detail), 1892, Musèe D‘Ixelles, Büssel, Abbildung via Institut für Kulturaustausch

Henri de Toulouse-Lautrec: Ambassadeurs – Aristide Bruant (Detail), 1892,
Musèe D‘Ixelles, Brüssel Abbildung via Institut für Kulturaustausch

Henri de Toulouse-Lautrec hat sie alle gekannt: die Stars der Pariser Revuen, der Cabarets und der Theater. Das Nachtleben der Belle Époque im Vergnügungsviertel am Montmartre zog damals die Bohème gleichermaßen an wie das Finanzbürgertum und - nicht zuletzt – die Touristen. Ab 1891 entwarf er für Veranstaltungen Plakate, die so faszinierend waren, dass sie sogleich von Kunstfreunden gesammelt wurden. Dieses Plakatwerk wird hier lückenlos gezeigt.

Zusammen mit seinen Kollegen Jules Chéret, dem Tschechen Alfons Mucha, der seit 1889 in Frankreich lebte, und Theóphile-Alexandre Steinlen prägte Toulouse-Lautrec damit einen eigenen Stil zwischen Impressionismus, Japonismus und Art Nouveau. Als Werbeträger bedienten sie sich des Farbdrucks der Chromolithographie. Sie erschufen damit eine eigene Bildwelt für den Auftritt der Schauspieler Aristide Bruant, der Schleiertänzerin Loie Fuller, der im Moulin Rouge arbeitenden Tänzerin Jane Avril und der weitgereisten Sängerin Yvette Guilbert. Mit dem Schwung der aus den Bildern sprühenden Lebenslust wandten sie ihre Darstellungsformen auch auf andere Motive an und beeinflussten damit bald ganz Europa.

Das Museum Georg Schäfer zeigt zusätzlich zu den mehr als 50 Werken biografisches und historisches Material (Filme, Fotografien) aus der einzigartigen Sammlung des Musée d’Ixelles, Brüssel.

 

Henri de Toulouse-Lautrec: Jane Avril, 1899, Lithographie in Pinsel, 55,7 x 37,8 cm, Musée d’Ixelles-Bruxelles

Henri de Toulouse-Lautrec: Jane Avril, 1899, Lithographie in Pinsel, 55,7 x 37,8 cm, Musée d’Ixelles-Bruxelles
© Musée d’Ixelles-Bruxelles/Courtesy Institut für Kulturaustausch, Tübingen 2019

Théophile-Alexandre Steinlen: Tournée du Chat noir, 1896, Farblithographie, 140 x 100 cm, Musée d’Ixelles-Bruxelles

Théophile-Alexandre Steinlen: Tournée du Chat noir, 1896, Farblithographie, 140 x 100 cm, Musée d’Ixelles-Bruxelles
© Musée d’Ixelles-Bruxelles/Courtesy Institut für Kulturaustausch, Tübingen 2019

Josef Wopfner
Landschaftsmalerei zwischen Naturidylle und Dramatik

26.05. bis 01.09.2019

Josef Wopfner: Verfolgung der Wilderer auf dem Chiemsee, 1884/87

Josef Wopfner: Verfolgung der Wilderer auf dem Chiemsee, 1884/87, Öl auf Leinwand, 117 x 183,5 cm, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt, MGS 89, © Fotografie Museum Georg Schäfer, Schweinfurt

 

Über Umwege als Stubenmaler und Lithograph gelangte Josef Wopfner, geb. 1846, im Jahr 1864 als Schüler an die Münchner Akademie. Erst nach dem Ende seiner dortigen Ausbildung entdeckte er die süddeutschen Seen, ihr Umland und die einheimische Bevölkerung für sich.

Während er die Wintermonate in seinem Münchner Atelier verbrachte, nutzte er den Rest des Jahres zu ausgiebigen Studienreisen, z. B. auf die Chiemsee Inseln. In idyllischen ebenso wie in teils dramatischen Kompositionen widmete er sich diesen Motiven mit Leidenschaft. Dabei ist seine Landschaftsmalerei nie Selbstzweck. Vielmehr bildet sie den Rahmen einer zeitlosen Auseinandersetzung: Das Zusammenleben von Mensch und Natur - eine heute wieder hochaktuelle Diskussion.

Die Ausstellung zeigt neben Gemälden Wopfners zahlreiche unveröffentlichte Zeichnungen und Skizzenbücher aus dem Nachlass. So kann anhand von über 70 Werken ein Einblick in die Arbeitsweise Wopfners gegeben werden. Ausgewählte Leihgaben aus Privatbesitz bereichern die Schau. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Josef Wopfner: Jagdgesellschaft, 1880

Josef Wopfner: Jagdgesellschaft, 1880, Öl auf Leinwand, 50,5 x 61 cm
Leihgabe Fritz und Hannelore Schäfer, © Fotografie Fritz und Hannelore Schäfer

Josef Wopfner: Am Chiemsee, um 1916

Josef Wopfner: Am Chiemsee (Ausschnitt), um 1916, Öl auf Malpappe, 37,2 x 59,5 cm
Leihgabe aus Privatbesitz, © Fotografie Museum Georg Schäfer, Schweinfurt

Josef Wopfner: Segelboot auf dem Gardasee, o. J.

Josef Wopfner: Warnemünde, 1906, Skizzenbuch, Bleistift, 20,5 x 16 cm
Museum Georg Schäfer, Schweinfurt, MGS 92B, © Fotografie Museum Georg Schäfer, Schweinfurt

 

Vorschau auf kommende Ausstellungen - Rückblick auf vergangene Ausstellungen