Ausstellungen

DER ROTE SCHIRM
Liebe und Heirat bei Carl Spitzweg

Museum Georg Schäfer 17.03. – 16.06.2024
Kunsthaus Apolda Avantgarde 09.09. – 15.12.2024

Carl Spitzweg, Sennerin und Mönch, 1838, Öl auf Leinwand, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt, © Museum Georg Schäfer, Schweinfurt - Ausschnitt

Carl Spitzweg, Sennerin und Mönch, 1838, Öl auf Leinwand, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt,
© Museum Georg Schäfer, Schweinfurt - Ausschnitt

Lüsterne Blicke und schmachtendes Hinterherblicken, einsame Begegnungen im Wald, Verführungen in freier Natur, nächtliche Ständchen und Stelldicheins: Carl Spitzweg (1808 - 1885) stand mitten im Leben und entlarvte mit seinen Anspielungen auf die Liebe und das Eheleben nicht selten die Doppelmoral, die sich hinter der Maske von Bürgerlichkeit und Sittsamkeit verbirgt.

Kein Thema beschäftigte Spitzweg so mannigfaltig wie die Liebe, und wenige Werke sind mit dem Namen des wohl berühmtesten Malers des Biedermeier so eng verbunden wie Der abgefangene Liebesbrief und Der ewige Hochzeiter. Mit seinen subtilen Andeutungen, hintergründigen Symbolen und seinem charakteristischen Bildpersonal avancierte er zum unumstrittenen Meister der Überzeichnung, des Komischen und Grotesken.

Jäger und Sennerinnen, vornehme Damen und Herren, Dienstmädchen mit weißen Schürzen, Apotheker und Mineralogen: Bei Spitzweg ist niemand vor Begierde und Verlangen sicher, aber auch nicht vor Verlust, Verzicht und unerfüllter Liebe, wie etwa Der Witwer. Selbst Eremiten, Mönche und Pfarrer verfallen scharenweise der Liebe. Sie alle, die stürmischen Verführer, schüchternen Verehrer und vor Liebe närrisch Gewordenen, die schrulligen Kaktusliebhaber und die einsamen Wissenschaftler, sie alle weisen Parallelen zu Spitzweg  auf, der sich nie verheiratete.

Nach dem frühen Tod seiner großen Liebe, der Schreinermeisterstochter Clara Lechner, blieb er zeitlebens in „Amouren und Amürchen“ verstrickt.

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Rendezvous der Bilder
Meisterwerke aus der Neuen Pinakothek im Museum Georg Schäfer

seit dem 26. Juni 2021

Wilhelm Leibl: Mädchen mit weißem Kopftuch, um 1876/77, Öl auf Eichenholz, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Neue Pinakothek München © Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Wilhelm Leibl: Mädchen mit weißem Kopftuch, um 1876/77, Öl auf Eichenholz, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Neue Pinakothek, München
© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

William Merritt Chase: Bildnis eines jungen Mädchens, 1872/73, Öl auf Holz, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
© Museum Georg Schäfer, Schweinfurt

Ab den 1960er Jahren verlieh der Sammler Georg Schäfer viele Werke an staatliche Museen, darunter an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. In der Neuen Pinakothek in München waren von 1981 bis zur Eröffnung des Museums Georg Schäfer in Schweinfurt im Jahr 2000 Hauptwerke aus seiner Kollektion zu sehen. Sie korrespondierten mit dem dortigen Bestand.

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