Ausstellungen

Karl Hagemeister
„…das Licht, das ewig wechselt."
Landschaftsmalerei des deutschen Impressionismus

18. Oktober 2020 bis 21. Februar 2021

Karl Hagemeister: Wiesenstück, 1906
Karl Hagemeister: Wiesenstück, 1906, Öl auf Leinwand, 71 x 111 cm, Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Karl Hagemeister (1848-1933) gehört nicht nur zu den bedeutenden deutschen Impressionisten, er war auch ein Wegbereiter der modernen Landschaftsmalerei.

Nach Anfängen in Weimar, wo ihn der Lehrer Friedrich Preller auf die Landschaftsmalerei der Schule von Barbizon aufmerksam machte, brachte ihn die Freundschaft mit Carl Schuch in Kontakt zum Leibl-Kreis und zur aktuellen französischen Kunst, insbesondere Manets und der Impressionisten. Hagemeister unternahm einige Reisen innerhalb Europas, ließ sich dann aber in seiner Heimat, in der Nähe von Potsdam nieder. Lebenslang blieb er der märkischen Landschaft verbunden und schöpfe vor allem aus ihr seine Motive. Zwar stand er im Austausch mit der Berliner Kunstszene rund um Max Liebermann, Walter Leistikow oder Lovis Corinth und war Gründungsmitglied der Berliner Secession, doch schuf er sein Werk bevorzugt in der Zurückgezogenheit.

Karl Hagemeister: Teich in der Mark, 1902, Öl auf Leinwand, 154,5 x 236,5 cm, Bröhan-Museum, Berlin © Bröhan-Museum, Berlin, Foto: Martin Adam, Berlin  
Karl Hagemeister: Teich in der Mark, 1902, Öl auf Leinwand, 154,5 x 236,5 cm, Bröhan-Museum, Berlin
© Bröhan-Museum, Berlin, Foto: Martin Adam, Berlin  

Karl Hagemeister: Seerosen, um 1900/10, Pastell auf Leinwand, 70 x 100 cm, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt © Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
Karl Hagemeister: Seerosen, um 1900/10, Pastell auf Leinwand, 70 x 100 cm, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
© Museum Georg Schäfer, Schweinfurt

 

Bei seiner Auffassung von Landschaftsmalerei verfolgte Hagemeister einen eigenen Weg. Schon früh empfand er die Natur als arbeitenden Organismus, dessen Bewegung und Veränderung er malerisch einfangen wollte. So wurde er zum Maler des Lichts und der Bewegung. Von der Grundstimmung ausgehend, hielt er den unmittelbaren Eindruck und das Naturempfinden fest. Er entwickelte dabei eine immer freier werdende, rhythmisch akzentuierte, farbintensive Malweise.

In seinem Spätwerk, in dem See- und Küstenbilder, Meer und Wellen eine herausragende Rolle spielten, gewannen Dynamik und Expressivität an Bedeutung.

Die als Retrospektive angelegte Ausstellung mit ca. 70 Gemälden, Pastellen und Zeichnungen wird alle Schaffensperioden des Künstlers vorstellen sowie auf wichtige Einflüsse durch Künstlerkollegen hinweisen. Die Exponate stammen aus den großen Hagemeister-Sammlungen, insbesondere aus Potsdam und Berlin. Einige Werke aus Privatbesitz werden erstmals zu sehen sein.

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte in Kooperation mit dem Museum Georg Schäfer, Schweinfurt und dem Kunstmuseum Ahrenshoop.

Karl Hagemeister: Wellen, 1912, Öl auf Leinwand, 195 x 135 cm, Privatbesitz Bernd Hildebrandt © Bernd Hildebrandt
Karl Hagemeister: Wellen, 1912, Öl auf Leinwand, 195 x 135 cm, Privatbesitz Bernd Hildebrandt
© Bernd Hildebrandt

Karl Hagemeister: Seedorn an der Steilküste bei Lohme/Rügen, 1915, Öl auf Leinwand, 138 x 92 cm, Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte © Potsdam Museum
Karl Hagemeister: Seedorn an der Steilküste bei Lohme/Rügen, 1915, Öl auf Leinwand, 138 x 92 cm, Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
© Potsdam Museum

 

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